Drei WordPress-Projekte, die live laufen
Keine Vorlage mit ausgetauschten Bildern, sondern Installationen im Betrieb:
- fashionkiosk24.de: italienische Damenmode, verkauft von der Eitex GmbH aus Erkrath, live seit August 2026. Vorher lief der Shop bei Shopify. Was entstanden ist, steht in der Case-Study zu Fashion Kiosk.
- linniandboo.de: Babymode und Kleinkindmode von Größe 50 bis 92, betrieben aus Mauchenheim in Rheinland-Pfalz. Die Inhaberin wollte Ware und Bestände von Tag eins an selbst einpflegen.
- fewo-heiligenhaus.de: Website für die Ferienwohnung und das Ferienhaus von Regina und Mirko Senjic in Heiligenhaus, live seit dem 7. September 2026, mit einem Buchungssystem als eigenem Plugin.
Alle drei stehen auf einem selbst gebauten Theme, keines auf einem gekauften mit Page-Builder. Beide Shops nutzen WooCommerce und Germanized für die deutschen Pflichtangaben. Wie das für Mode und Babymode aussieht, steht auf der Seite Onlineshop für Boutique.
Wann WordPress passt, und wann nicht
WordPress ist freie Software, gebaut mit PHP und einer MariaDB-Datenbank. Laut W3Techs lief es am 11. September 2026 auf 40,3 Prozent aller Websites, WooCommerce zum selben Stichtag auf 19,8 Prozent aller WordPress-Websites. Das belegt Verbreitung und sonst nichts. Entscheidend ist eine andere Frage: Wer ändert bei dir Inhalte, und wie oft? Kommt wöchentlich etwas dazu oder verkaufst du mit Größen, Beständen, Versand und Zahlung, dann WordPress, beim Shop mit WooCommerce. Stehen ein paar Änderungen im Jahr an, nutzt du die Oberfläche kaum, trägst aber ihren Pflegeaufwand, und ich baue die Seite ohne Redaktionssystem, bei neuen Projekten meist mit Astro.
Dazwischen liegen Stufen: Die Werkstattseite von KFZ-Meister Jan Oppitz hat kein Redaktionssystem, dafür einen Verwaltungsbereich fürs Handy, in dem der Meister Öffnungszeiten und buchbare Zeitfenster selbst umstellt. Die Pflegedienst-Vorführung VitaCare gibt es doppelt, ohne Redaktionssystem und als WordPress, damit du den Pflegeunterschied siehst: Seite für Pflegedienste. Die ganze Abwägung samt fünf Entscheidungsfragen steht im Ratgeber WordPress oder Website ohne CMS. Fällt deine Antwort dort gegen WordPress aus, baue ich die Seite ohne. Das ist kein verlorener Auftrag, sondern weniger Ärger für dich und für mich.
WordPress-Website erstellen lassen: eigenes Theme statt Baukasten
Bei der Ferienwohnung Senjic lag die Seite schon auf WordPress.com: Theme von 2017 im Blog-Layout, Inhalte seit Mai 2019 unverändert, die Fotos aus Wohnung und Haus in Galerien mit 150 Pixeln Kantenlänge. Es brauchte keinen Umzug, sondern eigenes Theme und eigenes Plugin auf der bestehenden Installation. Das gehört bei mir dazu:
- Theme als Eigenbau: Terrakotta und Salbei als Farben kommen aus den Fotos der beiden Unterkünfte, die Schriften liefert die eigene Domain und nicht Google. Ein Teil der Aufnahmen war gering aufgelöst, deshalb zeigt die Galerie jedes Bild höchstens so groß, wie es noch scharf ist.
- Funktionen als eigenes Plugin: Anreise und Abreise tippt der Gast in zwei Monatsansichten an, vergebene Tage lassen sich nicht anklicken, vor dem Absenden prüft der Server den Zeitraum noch einmal. Verbindlich wird ein Termin erst mit der Zusage der Gastgeber, Gästedaten gehen an keinen Fremdanbieter.
- Selbst pflegen können: Sperrzeiten, Preise und Texte tragen die Gastgeber selbst ein, Impressum und Datenschutzerklärung ebenfalls, nach einer bebilderten Anleitung mit 19 Seiten.
- Sichtbarkeit von Anfang an: In der H1 steht, um welche Art Unterkunft es geht und in welchem Ort. Titel und Beschreibung hat jede Seite eigene, dazu strukturierte Daten, Brotkrumen und eine llms.txt.
- Ballast raus: Abgestellt sind die zweite Meta-Beschreibung und die Besucherzählung der Plattform. Zählpixel lädt die Seite seitdem keine.
Dazu passt die Branchenseite Website für Ferienwohnung. Wie eine Seite von der ersten Vorschau bis zum Livegang entsteht, steht unter Website erstellen lassen.
WooCommerce-Shop erstellen lassen: Varianten, Versand, Zahlung, Rechtstexte
Ein Shop ist keine Website mit Warenkorb. Vier Bereiche entscheiden, ob der Betrieb danach funktioniert, und alle vier hängen an deinem Sortiment.
Artikel einstellen, ohne den Abend zu verlieren
Bei Fashion Kiosk wechselt das Sortiment laufend, meist wenige Exemplare je Teil. Im Standardmenü von WooCommerce braucht ein Produkt mit Varianten rund zehn Klicks je Größe. Bei wechselnder Ware in kleinen Stückzahlen frisst das den Abend. Also gibt es den Bildschirm „Artikel schnell einstellen“: Foto wählen, Name und Preis eintragen, Größen samt Stückzahl anhaken, versichertes Paket oder Warensendung antippen. Fertig ist ein kaufbarer Artikel mit eigenem Bestand je Größe, in unter zwei Minuten und vom Handy aus.
Bestände, die keine Kundin vertreiben
Bei Linni & Boo führt der Shop den Bestand je Variante. Dazu kommen eine Tabelle über alle Bestände und eine Vorlage, mit der sich die Produktliste einlesen lässt. Fehlt die gesuchte Größe, trägt die Kundin ihre Adresse ein und wird benachrichtigt, sobald genau diese Größe wieder da ist.
Versand, Zahlung und das Tagesgeschäft danach
- Zahlarten: Karte über Stripe, dazu PayPal, Klarna und Vorkasse. Was davon in deiner Kasse steht, entscheidest du; anbinden und bis zur ersten echten Bestellung testen ist mein Teil.
- Sendungsverfolgung: Ist die Sendungsnummer eingetragen, verschickt der Shop die Mail mit Verfolgungslink von selbst. Sobald DHL die Zustellung meldet, gilt die Bestellung als abgeschlossen.
- Packen statt Suchen: Ganz oben im Menü liegt „Heute zu tun“. Dort steht jede offene Bestellung, die Packliste mit der Größe und ein Packzettel ohne Preise.
- Eigene Bausteine statt Plugin-Stapel: Bei Linni & Boo stammt der Cookie-Hinweis aus eigenem Code, die Schriften liegen auf dem eigenen Server. Jedes fremde Plugin, das wegfällt, spart ein Update und eine Fehlerquelle.
Rechtstexte sind Einstellungen, keine Textbausteine
Die Pflicht-Checkbox in der Kasse kommt von Germanized, ebenso Lieferzeit und Grundpreis am Artikel. Jede Bestellbestätigung nimmt die Rechtstexte mit, bei Vorkasse genauso wie bei Karte. Stimmen müssen die Einstellungen trotzdem, und das prüft nur eine echte Bestellung: Bei Fashion Kiosk kam so vor dem Livegang heraus, dass bei Vorkasse die Widerrufsbelehrung in der Bestätigungsmail fehlte.
Dazu kommen Texte, die eine Lieferung überleben: Die Startseite von Fashion Kiosk verkauft mit Herkunft und Preisniveau statt mit Artikelnamen und Stückzahlen, die die nächste Lieferung überholt. Jede Kategorie und jede Serviceseite hat eine eigene Beschreibung, an den Produktdaten hängen Versand und Rückgabe als strukturierte Daten. Was sonst zu einem Shopprojekt gehört, steht unter Webshop erstellen lassen.
Was den Aufwand bestimmt, und warum hier keine Zahl steht
Eine Preisspanne steht auf dieser Seite nicht, weil sie dir über dein Vorhaben nichts sagen würde. Benennen lässt sich dagegen, was den Aufwand treibt:
- Artikelzahl und Varianten: Zehn Teile ohne Größen sind etwas anderes als ein Sortiment mit Größen, Farben und Bestand je Variante.
- Zahlarten: Jede zusätzliche Zahlart bedeutet eine Anbindung mehr und einen Testlauf mehr, bevor der Shop online geht.
- Versandregeln: Kostet ein Teil weniger Porto, hängt das am Artikel und nicht an zwei Versandarten zur Auswahl. Sonst wählt der Kunde auch fürs Kleid die günstigere.
- Rechtstexte: Button-Lösung, Widerruf, Lieferzeiten und Grundpreise müssen im Shop stimmen. Falsch eingestellt, ist das ein Abmahnrisiko.
- Eigene Handgriffe: Ein Bildschirm zum Schnell-Einstellen oder eine Benachrichtigung je Größe ist Entwicklung, kein Häkchen.
- Pflege nach dem Start: Updates, Kontrolle danach und Sicherungen laufen weiter, wenn das Projekt längst fertig ist.
Welche Posten in einem Angebot einzeln auftauchen sollten, erklärt der Ratgeber zu den Website-Kosten, die Eigenheiten eines Shops der Ratgeber zum Webshop.
Umzug auf WordPress: über den Erfolg entscheiden die alten Adressen
Fashion Kiosk kam von Shopify. Der Grund war die laufende Rechnung: Monatsgebühren an die Plattform und Erweiterungen im Abo. Bei WooCommerce fällt beides weg, Gebühren nimmt nur der Zahlungsanbieter, Design und Daten bleiben bei dir. Zum Starten ist Shopify bequemer, auf Dauer aber teurer, und an Design und Abläufen lässt sich weniger drehen.
Der heikle Teil an einem Relaunch oder Systemwechsel sind nicht die Produkte, sondern die Adressen. Bei der Ferienwohnung Senjic passten von 16 Adressen der alten Sitemap nur 6 unverändert zur neuen Struktur. Drei weitere bisherige Adressen übernahmen neu gebaute Seiten, die übrigen sieben zeigen per 301-Weiterleitung auf den passenden Inhalt. Ohne diese Liste vor dem Livegang verlierst du Platzierungen, die du schon hattest. Wie so ein Wechsel abläuft, steht im Ratgeber Shop-Umzug von Shopify auf WooCommerce. Bleibt die Technik und soll nur die Seite neu werden, ist das ein Redesign.
Was WordPress nach dem Livegang verlangt
Tempo muss eingebaut werden
Jeder Aufruf lässt WordPress die Seite erst aus Code und Datenbank zusammensetzen, solange kein Cache dazwischensteht. Bei Fashion Kiosk lag diese Bauzeit bei 1,7 bis 1,9 Sekunden je Seite, mit eigenem Seiten-Cache sind daraus 0,09 bis 0,22 Sekunden geworden, ohne dass neue Artikel oder Bestände verspätet erscheinen. Bei Linni & Boo kommen Seiten- und Objekt-Cache zusammen, eine Shopseite steht dort nach rund 0,1 Sekunden. Der zweite Hebel sind Bilder und Schriften: Die Seite der Ferienwohnung lud bei der Abnahme 385 Kilobyte statt 1.433 Kilobyte davor. Google nennt über die Core Web Vitals eine Messlatte: Der größte sichtbare Inhalt soll nach 2,5 Sekunden stehen.
Nach jedem Update muss jemand hinsehen
Die meisten Probleme stecken nicht im Kern, sondern in den Erweiterungen. Patchstack, ein Sicherheitsanbieter mit Schwerpunkt WordPress, zählte für 2025 im WordPress-Umfeld 11.334 neue Sicherheitslücken: 91 Prozent in Plugins, 9 Prozent in Themes, im WordPress-Kern selbst nur 6 Lücken, alle mit niedriger Priorität. Bei 46 Prozent lag zur Veröffentlichung noch keine Korrektur des Herstellers vor, und Lücken mit hoher Auswirkung werden laut Patchstack in etwa der Hälfte der Fälle binnen 24 Stunden ausgenutzt. Zwei Beispiele aus meinen Shopprojekten:
- Ein automatisches Update des Kerns stellte die Sprache zurück: Die folgende Bestellmail verließ den Shop auf Englisch. Getroffen hat es nur meine eigene Testbestellung, keinen Kunden.
- Der Expresskauf eines Zahlungs-Plugins übersprang die Pflicht-Checkbox, die ein anderes Plugin in die Kasse setzt. Bemerkt habe ich das vor dem Start; auf der Produktseite und im Warenkorb ist der Expresskauf seitdem abgeschaltet.
Bei Fashion Kiosk und Linni & Boo läuft die Sicherung täglich, und was im Betrieb auffällt, kommt direkt zu mir: eine Unterkategorie, die nicht im Menü auftauchte, Größen, die im Einstell-Bildschirm fehlten. Beides ist behoben. Was dazugehört, steht unter Wartung und Betreuung. Betreibe kein WordPress, für das niemand zuständig ist.
WordPress-Agentur? Eine Person, die plant, baut und betreut
„WordPress-Agentur“ klingt nach Team und Ticketsystem. Bei FDL IT ist es eine Person, und du sprichst von der ersten Frage an mit dem, der den Code schreibt. Zur Übergabe gehört ein Handbuch, das du wirklich benutzen kannst, bei Fashion Kiosk 22 Seiten mit 13 Screenshots, fürs Handy gesetzt.
Dass das zügig gehen kann, zeigt der Zeitplan dort: Ende Juli 2026 ging der Shop in den Aufbau, am 4. August kam die erste echte Bestellung. Vorausgesetzt, Fotos und Preise sind da und die Angaben für die Rechtstexte kommen ohne wochenlanges Warten. Wie ich ein Projekt führe, steht unter Prozess, regional findest du mich unter Webdesigner in NRW.
Schreib kurz, was deine Website oder dein Shop können soll und wer ihn später pflegt. Innerhalb von 24 Stunden hast du meist meine Einschätzung, ob WordPress dafür passt und warum. Zur Anfrage.


